- Den Preis bestimmen vor allem Seitenzahl, Texte und Funktionen – nicht das Design.
- Fragen Sie immer nach laufenden Kosten und Vertragslaufzeit, nicht nur nach dem Einmalpreis.
- Klären Sie schriftlich, wem Domain, Texte und Zugänge nach der Zahlung gehören.
„Was kostet eine Website?“ ist die häufigste Frage, die ich höre. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an – aber nicht so beliebig, wie viele Anbieter tun. Wenn Sie wissen, wovon der Preis abhängt, können Sie Angebote vergleichen und erkennen schnell, was fehlt.
Wovon der Preis wirklich abhängt
Fünf Dinge bestimmen den Aufwand – und damit den Preis:
- Anzahl der Seiten. Ein Onepager mit allen Informationen auf einer Seite ist schneller gebaut als fünf Seiten mit eigenen Leistungen, Referenzen und Kontakt.
- Texte. Schreibt der Anbieter sie oder liefern Sie? Gute Texte brauchen ein Gespräch, Struktur und Abstimmung. Das ist oft der unterschätzte Teil.
- Funktionen. Online-Terminbuchung, Anfrageformular mit Fotos, Preisrechner oder eine Speisekarte mit Bestellung kosten jeweils extra.
- Umzug. Gibt es schon eine Website, müssen alte Adressen weitergeleitet und manchmal E-Mail-Postfächer umgezogen werden.
- Sprachen und Termindruck. Jede weitere Sprache und jede Eilbestellung erhöhen den Aufwand.
Grobe Orientierung
Damit Sie eine Vorstellung bekommen, hier meine eigenen Preise. Andere Anbieter liegen darüber oder darunter – wichtig ist, dass Sie wissen, was jeweils enthalten ist.
| Website | Für wen | Preis bei Web Bauwerk |
|---|---|---|
| Onepager | Selbstständige, kleine Betriebe | 590 € |
| Unternehmenswebsite, bis 5 Seiten | Betriebe, die über Google Aufträge wollen | 1.190 € |
| Individuelle Lösung | Betriebe, die Buchung, Bestellung oder Rechner brauchen | auf Anfrage |
Die laufenden Kosten nicht vergessen
Viele Angebote wirken günstig, weil der Einmalpreis niedrig ist. Der Rest steckt in den monatlichen Kosten. Rechnen Sie deshalb immer für drei Jahre:
- Domain: meist 10–20 € im Jahr. Sie sollte auf Ihren Namen laufen.
- Hosting: Bei einfachen, statischen Websites oft 0 €. Bei Baukästen und manchen Agenturen ist es Teil eines Monatsabos.
- Formulardienst, Buchungsprogramm: je nach Anbieter kostenlos bis etwa 30 € im Monat.
- Wartung oder Betreuung: sinnvoll, wenn Sie regelmäßig etwas ändern. Prüfen Sie, ob sie freiwillig und monatlich kündbar ist.
Fünf Fragen an jedes Angebot
- Ist das ein Festpreis – und was passiert, wenn ich mehr möchte?
- Wer schreibt die Texte, und wie viele Korrekturrunden sind enthalten?
- Welche Kosten fallen jeden Monat an, und wie lange läuft der Vertrag?
- Gehören mir Domain, Texte und Zugänge, wenn ich bezahlt habe?
- Kann ich die Website später zu einem anderen Anbieter mitnehmen?
Wenn ein Anbieter auf eine dieser Fragen ausweicht, ist das ein Warnsignal. Ein gutes Angebot beantwortet sie, bevor Sie fragen.
Mein Tipp: klein anfangen, später erweitern
Sie müssen nicht alles auf einmal bauen. Ein sauberer Onepager ist besser als eine große Website, die nie fertig wird. Wichtig ist nur, dass die Website so gebaut ist, dass Seiten und Funktionen später dazukommen können – ohne Neubau.